Wie sich Tiere auf Katastrophen vorbereiten und was wir von ihnen lernen können



Die Natur ist in vieler Hinsicht das beste Vorbild für Krisenvorsorge.

Vom Winterschlaf des Braunbären bis zu tausenden Kilometer langen Migrationswegen von Zugvögeln und Schmetterlingen - sie zeigt uns, wie man sich auf verschiedenste extreme Naturereignisse vorbereiten kann, ob das nun reichhaltige Vorräte oder leichtes Gepäck erfordert. 

Tiere haben aber, was die Katastrophenvorsorge angeht, noch ganz andere Fähigkeiten, die jetzt erst langsam erforscht werden. Anscheinend haben sie ein eingebautes Frühwarnsystem 🚨, das vor Naturkatastrophen wie Vulkanausbrüchen, Tsunamis und Erdbeben anspringt. Ganz instinktiv ändern sie ihre Verhaltensmuster und verlassen die Gefahrenzone. 

EmpfindlichE Elefantenfüße 🐘

Elefanten beispielsweise haben in ihren Füßen empfindliche Druckrezeptoren, die Wellen im Infraschallbereich wahrnehmen können. So können sie bis zu 20 Stunden vor der eigentlichen Katastrophe auf kaum wahrnehmbare Vorbeben und weit entfernte Unterwasserbeben reagieren und sich etwa vor einem Tsunami auf höheres Terrain retten. 

Das soll unter anderem bei dem Jahrhundertbeben im Dezember 2004 im Indischen Ozean geschehen sein. Hier wurden bei Rettungs- und Aufräumarbeiten im Yala-Nationalpark in Sri Lanka hunderte Menschen tot aufgefunden, die sich nicht rechtzeitig vor der zerstörerischen Welle in Sicherheit bringen konnten - aber kaum ertrunkene Tiere 😳. Wissenschaftler vermuten, dass Elefanten sich neben ihren empfindlichen Füßen auch auf ihren feinen Gehör- und Geruchssinn verlassen und dadurch ein verändertes Rauschen im Wellenrhythmus und fremde Gerüche durch das sich zurückziehende Wasser wahrnehmen können. 

sizilianische Ziegen 🐐 haben einen feinen Riecher

Ein anderes interessantes Beispiel ist das Verhalten von Ziegenherden am nach wie vor aktiven Vulkan Ätna. Anekdoten besagen, dass diese immer dann unruhig wurden, wenn ein Vulkanausbruch kurz bevorstand. Wissenschaftler des Max-Plancks-Instituts konnten dies in den letzten Jahren durch GPS-Sensoren tatsächlich nachweisen. Die Tiere zeigen vermehrte Aktivität und entfernen sich vom Krater, noch bevor Messgeräte den bevorstehenden Ausbruch voraussagen konnten. 

Wie genau die Ziegenherden spüren, dass der Vulkan bald ausbricht, wissen die Wissenschaftler allerdings auch noch nicht. Ihre aktuelle Theorie ist, dass durch das unter der Erdoberfläche aufgestaute Magma Gase austreten, die die Ziegen mit ihren feinen Nasen wahrnehmen. 

Um diese und andere Beobachtungen weiterzuverfolgen, hat das Icarus-Projekt des Max-Planck-Instituts begonnen, weltweit Daten über das Verhalten von Tieren vor Naturkatastrophen zu sammeln. Unter anderem werden auch mitteleuropäische Tiere wie Schafe, Kühe und Hunde unter die Lupe genommen. Die Wissenschaftler hoffen, aus ihren Beobachtungen eine Art Frühwarnsystem der Tiere ableiten zu können, das an Genauigkeit und Rechtzeitigkeit sogar die feinsten menschlichen Messgeräte übertrifft. 

FAMILIENTIPP 👨‍👩‍👧‍👦💡

Hättest du Lust, aus diesem Thema ein kleines Krisenvorsorge Projekt mit deinen Kindern zu machen? In diesem spannenden Artikel aus dem Geolino Archiv findest du gute Ideen und Aktivitätsvorschläge dazu.

Leider sind wir Menschen nicht mit solch empfindlichen Sinnen ausgestattet, dass wir instinktiv wahrnehmen, wenn ein Sturm aufzieht, ein Erdbeben bevorsteht oder eine andere Gefahr droht. Umso wichtiger, dass wir uns bewusst vorbereiten, um uns selbst und anderen im Ernstfall helfen zu können. 

Bereite JETZT dich und deine Familie vor!

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Dein Bo Freimuth, Gründer von Ready24

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